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Handarbeitsblog

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Eine neue Welt – Vorsicht lang

Mai 19th, 2013 · 13 Kommentare

Ich plage mich ja schon lange mit Nackenschmerzen herum. Vor drei Jahren war das so schlimm, dass ich ein halbes Jahr lang nicht zur Arbeit konnte und es schon kurz vor knapp vor der Dienstunfähigkeit stand. Gottseidank fand ich dann eine sehr gute Krankengymnastin, die mich einigermaßen wieder hinbekommen hat. Aber die Schmerzen waren immer da, nur halt soweit erträglich, dass ich wieder arbeiten konnte.
Bei jeder Arbeit über Schulterhöhe bekam ich so starke Schmerzen, dass es nur mit Schmerzmitteln zu ertragen war. Zum Beispiel 2 Fenster geputzt – 3 Tage Schmerzen.
Leider hat dann meine Krankengymnastin ihren Beruf aufgegeben und die Beschwerden wurden wieder schlimmer.
Die Suche nach einem neuen Krankengymnasten hat lange gedauert. Erst der dritte bekam das dann wieder in den Griff. Allerdings war es wieder so, dass er es durch manuelle Therapie zwar wegbekommen hat, aber in kürzester Zeit haben sich die Wirbel wieder ineinander verhakt und es ging von vorne los.
Nun meinte er, dass das nicht normal sei und ich solle doch bitte mal zum Zahnarzt und zum Augenarzt gehen, ob was mit dem Kiefergelenk oder mit den Augen nicht stimmt.

Tja, ich bin schon seit Kindheit funktional einäugig. Das schlechte Auge hatte immer eine Sehkraft von 20% ohne Brille und 30 % mit Brille und das gilt als blind. Ich habe also schon seit ich denken kann einäugig gesehen. Zum ersten Mal festgestellt wurde das, als ich mit 18 den Führerschein gemacht habe. Damals hieß es, das sei ein leichtes Schielen und das Gehirn hat das rechte Auge abgeschaltet und da kann man nichts machen. Nennt sich dann Amblyopie. Ich ging damals noch zu einem zweiten Augenarzt und dritten Augenarzt und die hatten dieselbe Aussage getroffen. Danach war ich nicht mehr beim Augenarzt, da das ja eh „nicht behandelbar“ ist.

Das hab ich meinem Physio erzählt und der meinte, dass meine Halswirbelgeschichte wahrscheinlich davon kommt und ich solle doch bitteschön nochmal zum Augenarzt. Die Medizin habe sich ja schließlich weiterentwickelt und vielleicht könne man da ja heutzutage was lasern.

Also gut, kostet halt ein wenig Zeit, schadet aber auch nicht, mal wieder zum Augenarzt zu gehen.

Und siehe da: Es wurde ein grauer Star festgestellt. Natürlich auch das Schielen und die Amblyopie. Nur dass diesmal die Diagnose nicht „kann man nichts machen“ hieß, sondern die Empfehlung lautete, den grauen Star zu entfernen. Schlimmstenfalls bleibt alles wie es ist und bestenfalls kann man ein paar Prozente Sehkraft rausholen.

Ich hab dann im Internet geforscht und herausgefunden, dass einer der besten Katarakt-Operateure gar nicht so weit weg praktiziert und hab mich bei Dr. Harald C. Gäckle in Neu-Ulm operieren lassen. Er hat eine multifokale Kunstlinse empfohlen und diese habe ich mir dann am 09.04.2013 ins Auge implantieren lassen.

Falls jemand eine solche OP vor sich hat: Ich kann Herrn Dr. Gäckle nur empfehlen. Es geht dort sehr ruhig zu, das Praxisteam ist sehr freundlich und nett und der Arzt selber nimmt sich Zeit, alles zu erklären. Auch die Vor- und Nachteile einer multifokalen zu einer monofokalen Linse. Und für so Schisshasen wie mich – die OP wird in Kurznarkose durchgeführt wenn man das möchte. Üblich ist ja örtliche Betäubung. Aber da ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand mit dem Skalpell auf mein Auge zukommt, wenn ich das mitbekomme, hab ich die Vollnarkose gewählt.

Ich hatte keinerlei Schmerzen, auch nach der OP nicht. Einfach perfekt.

Und jetzt kommt der Hammer: Das ehemals amblyope (schwachsichtige, blinde) Auge hat jetzt eine Sehkraft zwischen 50% und 80%. Das schwankt noch sehr. Bei jedem Sehtest erhalte ich andere Werte. Aber 50% war das Niedrigste, meistens ist es mehr. 80% war das beste Ergebnis das ich hatte.

Ich sehe die Welt jetzt in 3D.

Wenn man nur mit einem Auge sieht, dann sieht man die Welt wie auf einem Foto. Die Tiefe fehlt. Ich konnte 3D erleben, wenn ich ins Kino in einen 3D-Film gegangen bin. Wenn das Auge durch die Shutterbrille einzeln angesprochen wurde, sah es das Bild. Aber im Alltag hat mein Gehirn dieses schlechte Auge einfach abgeschaltet. Diese Tatsache, dass das Auge sich im Kino einschaltet, war ein wichtiger Hinweis für meinen Augenarzt und mit ein Grund, dass er die OP empfohlen hat.

Die 3D-Sicht im Alltag kam nicht sofort. Direkt nach der OP war alles wie vor der OP.

Multifokale Linsen haben die verschiedenen Entfernungen als Ringe eingeprägt. Die Linse wirft gleichzeitig ein scharfes Bild von verschiedenen Entfernungen auf die Netzhaut und das Gehirn muss sich das scharfe Bild heraussuchen. Eine Nebenwirkung dieser Bauart ist, dass man um Lichtquellen herum Ringe sieht. Diese Ringe hab ich in den ersten zwei Wochen nicht gesehen. Und dann nach zwei Wochen waren sie plötzlich da, was mir gezeigt hat, dass mein Gehirn jetzt bereit war, das amblyope Auge mitzubenutzen.  Und dann war auch die 3D-Sicht da.

Ihr, die ihr immer schon 3D seht, könnt euch das nicht vorstellen, was das für einen Unterschied macht. Ich stehe unter Bäumen und bewundere Äste. Beziehungsweise die Luft zwischen den Ästen. Ich sitze als Beifahrer im Auto und stricke nicht mehr, sondern staune Bäume an. Wie ein Baum vor dem anderen steht, wie seine Krone eine Kugel bildet, die vor dem nächsten Baum zu schweben scheint.

Vor lauter Staunen hatte ich weder Zeit noch Lust, so Sachen wie stricken zu machen. Ganz davon abgesehen, dass ich die ersten Wochen eh nicht so viel in der Nähe machen sollte laut Augenarzt. Aber es war auch viel schöner, einfach nur einen Waldspaziergang zu machen. Den allerdings in Zeitlupe. Weil, wenn man bei jedem dritten Baum und bei jedem Bach stehen bleibt um zu staunen, kommt man nicht weit 😉

Etwas erschreckend war es am Anfang, meinen ganz normalen Weg mit dem Auto zu fahren. Das ist so ein kleiner Schleichweg und rechts und links der Straße ist ein Straßengraben. Den hab ich ja nie gesehen und bin da locker gefahren. Nun ist da plötzlich ein „Abgrund“ neben der Straße…

Überhaupt: Autofahren. Mit der OP hat sich die Dimension der Welt vergrößert. Alles ist nun weiter weg als vorher. Sowohl nach vorne als auch seitlich. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen und hatte die ersten Wochen die Fahrweise eines Rentners oder Fahranfängers. Ich sag nur: 50 km/h auf der Landstraße….

Aber jetzt hab ich mich daran gewöhnt und fahre wieder normal.

Und das Stricken hab ich auch wieder angefangen.

Mein aufgeribbelter Pulli ist in etwa so weit wie vor der OP und ich habe einen neuen Sockenentwurf angefangen:

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Meine 2mm-Rundstricknadeln sind irgendwie alle verschütt gegangen, so dass ich den Schaft mit Nadelspiel stricken musste, was ich bei FI-Mustern gar nicht mag. Aber jetzt bin ich schon bei der Ferse (das Chart im Hintergrund) und habe bereits auf Rundstricknadel gewechselt. Die Ferse und den Fuß stricke ich nämlich mit 1,75mm und da hab ich die Stricknadel nicht verschlampt.

Wieso ich soooo dünne Nadeln nehme? Meine Teststrickerinnen waren sich einig: 80 Maschen in der Runde sei die perfekte Maschenzahl für FI-Socken und ich stricke doch so „lommelig“ (schwäbischer Ausdruck für locker).

Die Socke wird Dresden heißen, weil die Inspiration von einem Stuckfrieß kommt, den ich in Dresden fotografiert habe.

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Ach, Nachtrag: Momentan habe ich keinerlei Nackenschmerzen. Ist das nicht genial? Nicht mal, wenn ich nach oben arbeite. Vielleicht fange ich meine Malerei wieder an…..

 

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fertig – Restesocken socks from scrap yarn

Januar 27th, 2013 · 1 Kommentar

So, endlich bin ich fertig mit dem Umbau der Anleitungsseiten. Bitte entschuldigt, dass ihr alle meine alten Socken und sonstigen Sachen ertragen musstet.

Jetzt gibts endlich wieder Neues.

Ich hab beschlossen, dass in den Korb mit den Sockenwollresten bald nichts mehr reinpasst und deshalb mal was wieder raus muss.

Entstanden sind Restesocken. Ein paar Streifen, ein wenig Norwegermuster. Fröhlich und bunt. Ich liebe sie.

Anleitung gibts dafür keine. Fangt einfach unten an und strickt munter drauflos.

Wieviele Fäden das zu vernähen waren verrate ich lieber nicht 😉

I’m finished with the implementing of my old patterns into the blog and now I can show something new.

I store all scraps from previous socks in one big basket. And since this bascet was almost full now, I decided to reduce the scraps and decided to knit scrappy socks. No pattern this time. These are just normal toe up socks with a little bit of FI added. I knitted both socks side by side as some of the scraps were really very little balls of yarn.

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Anleitung Teufelssocken fertig – devilsocks, pattern finished

Januar 14th, 2013 · 4 Kommentare

 

Die Anleitung für die Teufessocken ist pünktlich vor Fasching fertig geworden, damit alle Hexen und Hästräger noch passende Socken stricken können 🙂

Wie immer gibts zur Feier des Tages 10 Anleitungen zu verschenken. Ihr findet den passenden Thread hier.

Und wer die Verschenkeanleitungen verpasst, kann die Anleitung hier für 3 Euro kaufen:

 

The pattern for the devil socks is finished. And, as always, I want to celebrate the new pattern with 10 free copies of the pattern.

You can find the thread on Ravelry.

If you missed to be one of the first 10, you can buy the pattern for EUR 3.00

 

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Resteverwertungssocken – socks from scrap yarn

Januar 13th, 2013 · 1 Kommentar

Meine Testerinnen der Devilssocks haben teilweise geschrieben, dass sie für Socken in Norwegertechnik normalerweise 76 oder 80 Maschen in der Runde stricken. Und das teste ich nun grade mal aus. Das Projekt dafür ist eine Resteverwertungssocke. Ich verwende kleine und kleinste Sockenwollreste aus dem Restekorb und stricke bunte Socken draus.

Erster Eindruck: Wenn ich so fest stricke, dass mir 80 Maschen passen, dann brauche ich für die einfarbig gestrickten Runden Nadeln mit 1,5 mm. Die Norwegerrunden kann ich mit 2,25 mm stricken. Komischerweise habe ich auch die Devils mit den 2,25-ern gestrickt. Wieso passen die dann trotzdem, wieso sind sie nicht zu eng? Es scheint, dass ich da lockerer gestrickt habe als wenn ich von der 1,5er Nadel zur 2,25er Nadel wechsle…

Das Strickbild wird schöner, wenn die Maschen kleiner sind. Da hat meine Testerin definitiv recht.

Also werden die nächsten FI-Socken wohl eher 80 Maschen haben als 72.

Für die Restesocken (lauter bunte Reste und vieeeeeeeeeeeeeele vernähte Fäden) hab ich euch noch ein Zwischenstandsfoto gemacht. Beide Socken werden gleichzeitig gestrickt, weil manche meiner Reste echt nur noch 10 g sind oder so und grade mal für 5 Runden reichen. So kann ich immer schauen, dass das Garn für rechts und links auch reicht und zur Not vielleicht eine Runde zurückstricken.

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fertig: teuflisch warme Socken

Dezember 30th, 2012 · 1 Kommentar

Na ja, ob das jetzt ein Teufel ist oder ein Faschingsnarr oder ein Dämon, darum kann man sich streiten. Auf alle Fälle suggeriert schon die Farbe warme Füße 🙂

Es hat ziemlich lange gedauert, den zweiten Socken zu stricken, weil ich da gleich nebenher die englische Version der Anleitung mitgeschrieben habe.  Wenn jemand Lust hat die englische Anleitung zu testen, dann bitte hier im Thread melden.

Mit einem Klick auf das Foto kannst du die einzelnen Bilder größer ansehen.

The devil socks are finished an I already wrote the pattern. But before publishing, it has to be testknit first. A click onto the pictures enlarges them.

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teuflische Socken, die Zweite – Devilsocks second try

November 29th, 2012 · 5 Kommentare

Nachdem der erste Versuch zu eng war habe ich nun mit selbstgefärbter Zitron Trekking nochmal neu angefangen. Ach ja, und mit Nadeln 2,25 anstatt 2 mm. Und siehe da, sitzt, passt und hat Luft.

Vorderseite:

und von der Seite:

Jetzt kommt nur noch die einfarbig rote Fußspitze und dann werde ich mich dran machen, beim Stricken der zweiten Socke eine Anleitung zu schreiben.

An meinem Fuß ist der Teufel übrigens vieeel breiter. So schmale Beine wie meine Plastikfüße habe ich nämlich nicht. An meinem Fuß schmiegt sich alles an. Für den Plastikfuß ist die Socke etwas zu locker. Das muss später nochmal fotografiert werden. Am echten Bein.

My next design is on the go. Finished the pattern at the first sock, the rest of it will become plain red.

This time I used Zitron Trekking (self dyed) and Needles 2,25 mm and now the sock fits perfectly over my foot, not so perfect at the shown plastic foot – the plastic foot is too small.

Will write a pattern when knitting the second sock.

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Gedankenlose Geburtstagssocken

Juli 30th, 2012 · 2 Kommentare

Ausnahmsweise aus Regia. Da hat mir einfach mal die Farbzusammenstellung eines Industriegarns gefallen.  Nur glatt rechts, sonst nix.

Kommt in die Geburtstagsverschenkekiste.

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10 for free – sleeping beauty socks

Mai 23rd, 2012 · Keine Kommentare

I promised it and now it is there – the English pattern. There are 10 patterns for free in this thread.

 

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10 x Dornröschen-Anleitung zu verschenken

Mai 17th, 2012 · Keine Kommentare

Wie immer bei einer neuen Anleitung gibts zur Feier, dass sie endlich fertig ist, die ersten 10 Anleitungen geschenkt.

Wie gehts?

Du gehtst zu diesem Thread (anklicken) und trägst dich dort ein.  Die ersten 10, die sich melden, bekommen die Anleitung als Ravelry-gift zugeschickt.

Ich bin ja mal gespannt, ob bei Intarsien überhaupt 10 Leute das nachstricken wollen *gg*

For my English readers: I will give the next 10 for free as soon as the English version is finished, this is the German pattern.

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Teststricken Dornröschensocken auf deutsch

April 30th, 2012 · 12 Kommentare

Wer Zeit, Lust und freie Nadeln hat und sowohl Intarsien als auch Norwegermuster beherrscht – ich suche 3 Teststricker(innen) für die Dornröschensocken.

Bitte im Ravelry-Thread melden.

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